Sommerloch? Oder müssen wir darüber mal reden...?

Ist es wieder das übliche Bashing in Richtung junger Leute a'la "Früher war(en) alle(s) besser", oder möglicherweise mehr als eine subjektive Wahrnehmung einiger Personaler und Recruiter. Ein Artikel auf Spiegel Online ließ mich aufhorchen. Dort wird nämlich eine Studie mit dem Fazit "Studierende sollten ihre Ansprüche hinterfragen und weniger fordernd im Vorstellungsgespräch auftreten" zitiert. Ja, ich weiß: Studien und deren vermeintlich repräsentative Ergebnisse sind eben selten pauschal aussagekräftig. Hier wurden von der Online-Stellenbörse "Jobware" in Zusammenarbeit mit der Hochschule Koblenz bundesweit 84 Unternehmen befragt.

 

Die mit Abstand am häufigsten genannten "Schwächen" von jungen Absolventen waren demnach:

  1. Unrealistische Karriereerwartungen
  2. Fehlende Kenntnisse über das Unternehmen
  3. Unrealistische Gehaltsvorstellungen
  4. Mangelnder Fokus

Bestätigt das jetzt eine diffuse Ahnung, dass ja ohnehin heutzutage alle nur noch gierig auf's schnelle Geld schielen und zu wenig Demut und Haltung an den Tag legen? Möglicherweise sind das auch genau die Geister, die seit einigen Jahren zunehmend von den Unternehmen einiger Branchen gerufen wurden? Vielleicht ist das aber auch alles Blödsinn und der Artikel könnte genauso gut aus dem gut gefüllten Artikelarchiv von Spiegel Online stammen, um alle paar Jahre wieder hervorgeholt zu werden.

 

Und... was hat das jetzt alles mit "Handwerk" zu tun? Zugegeben, der Bogen ist ziemlich weit gespannt, aber wenn ein Attribut auf unsere Branche zutrifft, dann, dass das Handwerk authentisch ist. Unsere Unternehmen versprechen keine Karrierewunder und unsere Lehrlinge wissen, was sie können und bekommen dafür ein realistisches und ehrliches Feedback. Eine gute Basis für Bewerbungsgespräche auf Augenhöhe.

[JA]